Versicherungsschutz für Privatkunden

Tierkrankenversicherung

OP-Schutz oder Vollschutz? Leistungen, Wartezeiten, GOT-Satz, Jahreslimits und Ausschlüsse im Überblick.

Kurzantwort

Tierarztkosten sind seit der neuen Gebührenordnung (GOT 2022) deutlich gestiegen: Ein Kreuzbandriss beim Hund kostet schnell 2.500 bis 4.000 Euro, ein Magendrehungs-Notfall über 3.000 Euro. Die Tierkrankenversicherung übernimmt Behandlungskosten – als reine OP-Versicherung (günstiger, nur Operationen) oder als Vollschutz (auch Diagnostik, Medikamente, Vorsorge). Wichtig sind der erstattete GOT-Satz, Wartezeiten, Jahreshöchstgrenzen und Ausschlüsse bei Vorerkrankungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Varianten: OP-Versicherung (Operationen inkl. Vor-/Nachbehandlung) und Krankenvollversicherung (ambulant, stationär, OP, oft Vorsorgebudget).
  • Auf den GOT-Satz achten: Gute Tarife erstatten bis zum 3- bis 4-fachen Satz (Notdienst!).
  • Wartezeiten (meist 1 bis 3 Monate), Ausschlüsse für Vorerkrankungen und rassetypische Erkrankungen prüfen.
  • Früh abschließen: Je jünger und gesünder, desto günstiger und weniger Ausschlüsse.

Für wen

Halter von Hunden und Katzen, auch Pferde (eigene Tarife), Züchter (gewerblich gesondert).

Was ist üblicherweise versichert

OP-Schutz: Operationen unter Narkose, Voruntersuchung, Nachsorge, Klinikaufenthalt, Medikamente nach OP. Vollschutz zusätzlich: ambulante Behandlungen, Diagnostik (Röntgen, MRT), Medikamente, Physiotherapie, Zahnbehandlung (begrenzt), Vorsorge (Impfung, Wurmkur) als Budget, Auslandsschutz.

Auf diese Vertragsdetails kommt es an

  • Erstattung bis 4-fachen GOT-Satz (Notdienstgebühren)
  • Keine oder hohe Jahreshöchstgrenze
  • Freie Tierarztwahl
  • Kurze Wartezeiten, Notfälle ohne Wartezeit
  • Lebenslanger Schutz ohne Kündigung im Alter
  • Rassetypische Erkrankungen (HD, ED, Brachycephalie) nicht ausgeschlossen – oder bewusst gewählt
  • Zahnbehandlung und Physiotherapie im Vollschutz

Häufige Deckungslücken

Erstattung nur bis 2-fachem GOT-Satz. Jahreslimit 1.000 bis 2.000 Euro. Vorerkrankungen ausgeschlossen. Kündigung durch Versicherer im Alter. Selbstbeteiligung 20 Prozent plus Fixbetrag.

Häufige Fragen

OP-Schutz oder Vollschutz?

OP-Schutz sichert die großen Rechnungen ab; Vollschutz ist teurer, deckt aber auch chronische Erkrankungen. Bei begrenztem Budget: OP-Schutz mit gutem GOT-Satz.

Ab welchem Alter geht es nicht mehr?

Viele Versicherer nehmen Hunde bis 7 bis 9 Jahre auf; danach wird es schwierig. Früh abschließen.

Ist die Katze in der Privathaftpflicht mitversichert?

Haftung ja; Krankheitskosten nein – dafür braucht es die Tierkrankenversicherung.

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